4.3 Säure-Base-KonzepteZiel: Überblick Von Säuren spricht man schon seit dem 12. Jh.: damals erkannte man sie am Geschmack. Glücklicherweise kannte man damals nur saure Pflanzensäfte. Im 16. Jh. definierte man Säuren als „Stoffe, die mit Kreide aufbrausen“ und Basen solche als Stoffe, die Säuren neutralisieren.
4.3.1 Das Arrhenius-KonzeptDie erste Theorie zur Natur von Säuren und Basen stellte ARRHENIUS 1883 auf. Er nahm an, dass in Lösung Ionen vorliegen, ohne das dazu eine elektrische Spannung angelegt werden muss.
Die eigentliche Reaktion bei einer Neutralisation ist dann die zwischen H+ und OH-. Leistungen:
Mängel:
4.3.2 Das Brönstedt (Lowry)-KonzeptIn den 20er Jahren wirkte Brönstedt als Professor für PC in Kopenhagen. Sein Konzept, veröffentlicht 1923, besagt:
Die Reaktionen oben können als Reaktion und Rückreaktion verstanden werden. Leistungen:
Oxonium- oder Hydroniumkationen sind zwar nochmals von 3 weiteren Wassermolekülen umgeben; diese werden aber nicht geschrieben. Mängel:
4.3.3 Die Erweiterung durch Lewis1923, im gleichen Jahr also, erweiterte Lewis, Professor für PC in Berkley, das S/B-Konzept von Brönstedt auf Nichtwasserstoff-Verbindungen:
Eine Säure-Base-Reaktion führt demnach zur Entstehung einer Atombindung. Leistungen:
Nachteile:
In der Schulchemie beschränkt man sich in der Regel auf den Brönstedt-Begriff; der Lewis-Begriff wird ggf. in der höheren Chemie parallel verwendet.
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