Didaktik der Chemie / Universität Bayreuth

Stand: 20.09.10

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3.8 Die polare Bindung

Material:
bulletV 1

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V1 Ablenkung eines Wasserstahls durch statische Ladung
M
bulletHartgummi
bulletPolyester-Lappen
D Hartgummistab durch Reiben aufladen
E Ein Wasserstrahl kann durch die Ladung abgelenkt werden

A: Lässt sich dieses Phänomen aus den bisherigen Kenntnissen über Wasser erklären?

bulletMolekülformel: H2O
bulletElektronenformel
bulletValenzstrichformel: H-O-H
bulletdEN: 2.2 - 3.5 = 1.3, also keine kovalente Bindung.

Bei dEN zwischen 1.8 und 0.8 werden Bindungselektronen zwar gemeinsam benutzt, wobei allerdings der elektronegativere Partner einen höheren Anteil zu sich ziehen kann. Es entstehen polare Bindungen.

Die Summenformeln beschreiben Moleküle.

Hinweis: Der Begriff "Summenformel" ist problematisch und weder durch IUPAC noch durch DIN-Bestimmungen gedeckt. Er wird in dieser Veranstaltung vermieden.

Neu ist:

bulletdie Pfeil-Schreibweise für polarisierte Bindungen und
bulletdie Bezeichnung "gewinkelter Bau".

Folie: Wasser

Weitere Beispiele: H-Cl, H-S-H, NH3

Tafelskizze / Folien: Partialladungen und Dipol

bulletAn den einzelnen Atomen ergeben sich Partialladungen.
bulletBei nicht kugelsymmetrischen Molekülen führt die polare Bindung zu Dipolen.

Übung: HCl und H2O sind Dipole, nicht jedoch CF4 (kugelsymmetrisch).

Erklärung des Ergebnisses aus Versuch 1:

bulletunterschiedliche Ladungen ziehen sich an
bulletWassermoleküle besitzen Teilladungen, sind Dipole
bulletdie Stabladung richtet die Dipole zunächst aus, da die Stabladung den entgegengesetzten Pol anzieht
bulletdie weitere Anziehung bewirkt die Ablenkung.

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    E-Mail an: Walter.Wagner ät uni-bayreuth.de