RedoxtitrationVortrag von Stefanie Springer im Rahmen der "Übungen im Vortragen mit Demonstrationen - Physikalische Chemie", SS 06
Gliederung:
1. Welche Anwendungsbereiche gibt es?Die Redoxtitration wird vor allem in der Hydrologie zur Konzentrationsbestimmung verwendet. Mit dieser Analysemethode werden z.B. Eisen-, Wasserhärte- oder Verunreinigungsbestimmungen vorgenommen.
2. Womit wird gearbeitet?2.1 RedoxtitrationskurveUm eine Redoxtitrationskurve zu erhalten wird folgender Versuch durchgeführt:
Bei einer Oxidation verläuft die Titrationskurve vom niedrigeren zum höheren Potential, bei einer Reduktion umgekehrt. Bestimmung der Konzentration :
2.2 RedoxindikatorenEine Zugabe ist nicht nötig, wenn ein Redoxpartner farbig ist, z.B. bei Kaliumpermanganat KMnO4: Mn (+VII) ist rot, Mn (+II) dagegen farblos. Im Folgenden soll eine Redoxgleichung bezüglich dieses Beispiels aufgestellt werden. Oxidation:
Reduktion:
Gesamtgleichung: KMnO4 + 8HCl + 5 FeCl2 -----> 5 FeCl3 + MnCl2 + KCl + 4 H2O
3. Was ist ein Redox-Potential?Die Fähigkeit eines Teilchens oxidierend oder reduzierend zu wirken (Spannungsreihe). Es wird wie folgt berechnet:
(I)
Elektrochemisches Potential my*i = chemisches Potential myi eines Ions in einem elektrischen Potential phi.
(II)
z i = Ladungszahl des Ions; F = Faraday-Konstante (F = 96485.33 C / mol). Aus (I) mit (II) folgt:
Elektrodenpotential:
M = Metall, K = Lösung des Kations
Nernst´sche Gleichung: sie beschreibt die Konzentrationsabhängigkeit des Elektrodenpotentials eines Redoxpaares (Ox + zּe- ----->Red):
E = Elektrodenpotential, E0 = Standardpotential, R
Gaskonstante (R = 8,31441 J mol-1 K-1) Allerdings ist E eine elektrische Spannung, also eine Energie pro Ladung, wogegen die Einheit des hier behandelten Potentials Energie / Mol ist.
Abb. 3: Schema einer Redoxtitration (Oxidation) [2]
Die Energie kann zu den unterschiedlichen Zeitpunkten wie folgt berechnet werden, wobei A: 0% Oxidation (Anfangspunkt)
B: 50% der Oxidation (Analogon zum Pufferpunkt)
C: 100% der Oxidation (Äquivalenzpunkt)
D: 200 % der Oxidation (doppelte stöchiometrische Menge Titrant)
4. Literatur:
E-Mail: Walter.Wagner ät uni-bayreuth.de, Stand: 20.09.10 |