Didaktik der Chemie / Universität Bayreuth

Stand: 30.04.14


Multimedia

Zeichnen und Präsentieren, Übung 8, Office 2013


Ziel: Einsetzen des Formel-Editors und von Pfaden für eine

 trickfilmähnliche Animationssequenz am Beispiel der Kernspaltung von U-235.

Legende: Befehle (fett) und einzusetzende Werte (kursiv).


1. Schritt: Einstellen der Voraussetzungen.

  1. Öffnen Sie ein neues Dokument oder ein Formblatt (mit bereits bewährtem Layout und Masterdefinitionen) und speichern Sie es unter einem neuen Namen in Ihrem Bereich ab.
  2. Stellen Sie sicher, dass ein Raster, die Lineale und Zeichnungslinien eingeblendet sind: re Maustaste auf Folie, Raster und Führungslinien, Häkchen setzen.

2. Schritt: Zeichnen der benötigten Formen (Kenntnisse zum grundlegenden Zeichnen werden aus Übung 2 vorausgesetzt und hier nicht weiter beschrieben).

  1. Zeichnen Sie die benötigten insgesamt 7 Formen: 5 Kreise, 1 Stern und ein Beschriftungselement.
  • Nr. 1 wird das langsame Neutron: 0,8cm Durchmesser, keine Linie, Füllfarbe hellrot, Beschriftung (re Maustaste, Text bearbeiten, linke Maustaste, Bearbeitung über Textoptionen am rechten Rand unter "Form formatieren") "n", fett, Schriftfarbe schwarz (um "n" in Kreis zu zentrieren: Form formatieren, Textoptionen, Textfeld, Vertikale Ausrichtung Mitte)
  • Nr. 2 wird der Uran-Kern: 3cm Durchmesser (li Maustaste, Form formatieren am rechten Rand, Formoptionen, Größe und Eigenschaften, re Maustaste, Größe und Position, Höhe und Breite 3cm, Seitenverhältnis sperren), keine Linie, Füllfarbe hellgrau, Beschriftung einfügen.
  • Nr. 3 wird der Xenon-Kern: Nr. 2 kopieren, auf 2cm Durchmesser einstellen (re Maustaste, Form formatieren, Eingabe von Größe bei Größe und Eigenschaften), Beschriftung einfügen.
  • Nr. 4 wird der Strontium-Kern: Nr. 2 kopieren, auf 2,4cm Durchmesser einstellen, Beschriftung einfügen.
  1. Nun benötigen Sie noch Nr. 5, ein schnelles Neutron. Nr. 1 kopieren, Hintergrundfarbe auf rot, Beschriftung einfügen, Schriftfarbe auf weiß stellen.
  2. Zum Schluss noch Nr. 6, das Symbol für freiwerdende Energie. Formen, Sterne und Banner, Stern mit 8 Zacken. Hintergrundfarbe leuchtend gelb, Linie schwarz, Zacken über den gelben Anfasser verlängern.
  3. Das schwierigste Beschriftungselement enthält Atomsymbol, Massen- und Ordnungszahl. In PowerPoint allein lässt sich die korrekte Schreibweise nicht über einfache Textfelder realisieren: man benötigt den Microsoft FormelEditor 3.0 wie in Übung 1 (Formel-Editoren) beschrieben. Zur Erinnerung:
  • Einfügen, Objekt, Microsoft Formel-Editor 3.0
  • Um sicher zu stellen, dass die Schriftart mit der der Folie übereinstimmt, stellen Sie ein: Formatvorlage definieren. Wählen Sie überall statt Times New Roman Arial aus und entfernen Sie das Häkchen für kursiv bei Variable.
  • Wählen Sie aus den Vorlagen für Hoch- und Tiefstellung die Form aus der 2. Zeile rechts aus und geben Sie 235 (oben links), 92 (unten links) in den Kästchen ein. Bewegen Sie den Cursor um eine Stelle nach rechts und geben Sie U (Symbol) ein. Beenden Sie: Datei, Beenden und zurückkehren...
  • Stellen Sie eine geeignete Größe ein: re Maustaste auf dem Objekt, Objekt formatieren, Größe, 200%.
  1. Stellen Sie alle Formen als Vorrat am unteren Folienrand bereit.

3. Schritt: Animation des Beschusses.

  1. Beginnen Sie links mit dem langsamen Neutron: kopieren Sie es aus dem Vorrat an den linken Folienrand in die Mitte.
  2. Kopieren Sie den größten Kreis (U) und ziehen Sie ihn ca. 3cm rechts neben das Neutron. Die Beschriftung kann in diesem Fall gleich mit dem U-Kern verbunden werden: alte Beschriftung entfernen, U-Kern ebenfalls kopieren, auf dem über dem Kreis positionieren, beide Formen markieren (über klicken: Strg-Taste gedrückt halten) und re Maustaste, Gruppieren.
  3. Zur besseren Übersicht unter Animationen Animationsbereich unter Erweiterte Animationen auswählen. Neutron bewegen: markieren, Animationen, Animation, Animationspfade, z.B. Linien. Stellen Sie über Effektoptionen die gewünschte Richtung ein und bringen Sie ihn über den re Anfasser auf die nötige Länge (Neutron sollte hinter U verschwinden).
  4. Neutron entfernen: Neutron markieren, Animation, Ausgang, Verschwinden. Sollte das Neutron über U sichtbar sein, markieren, re Maustaste, in den Hintergrund.
  5. U-Kern entfernen: Kern markieren, Animation, Ausgang, Verschwinden (sollte nun am rechten Rand unter Animationsbereich z.B. unter Nr. 6 verfügbar sein).
  6. Testen Sie über Wiedergabe (Animationen, oben links: Vorschau ) das Erreichte. Vorschau zeigt den Ablauf ohne, Bildschirmpräsentation von aktueller Folie mit Mausaktionen.

4. Schritt: Gestufte Animation der Teilchen bei der Spaltung.

  1. Organisation: legen Sie durch den Mittelpunkt von U eine senkrechte Führungslinie durch Kopieren einer vorhandenen (anfassen und ziehen bei gedrückter Strg-Taste). Die folgenden zu animierenden Formen müssen hinter U liegen. Da man sie dort jedoch nicht anfassen kann, zeichnen Sie zunächst unterhalb von U und verschieben später entlang der Führungslinie.
  2. Kopieren Sie den Xe-Kern auf die Führungslinie. Beschriften Sie: Kopieren Sie die U-Beschriftung aus Ihrem Vorrat, Doppelklick, ändern Sie die Werte im Formel-Editor und positionieren Sie sie über dem Kern. Gruppieren Sie. Dann erst Animationen, weitere Animationspfade, Diagonal nach oben rechts. Bringen Sie den Pfad auf die nötige Länge (Anfasser am roten Ende). Dabei kann eine weitere Führungslinie helfen.
  3. Verfahren Sie etwas unterhalb mit dem Sr-Kern genauso. Dann Animationen, weitere Animationspfade, Diagonal nach unten rechts.
  4. Verfahren Sie analog mit den drei schnellen Neutronen. Für den Anfang reicht die Positionierung einzeln entlang der Zeichnungslinie durch den U-Kern. Sie können alle drei markieren und nach rechts wandern lassen.
  5. Zeitliche Koordination der Animationsbewegungen: das Verschwinden des Uran-Kerns soll das Auseinanderfliegen der Teilchen starten. Das Verschwinden selbst wird durch einen Mausklick ausgelöst. Markieren Sie im Animationsbereich alle folgenden Elemente (Strg-Taste verwenden) und wählen Sie Mit vorherigem beginnen.
  6. Nun folgt die Bewegung der zweiten Stufe. Positionieren Sie drei Urankerne senkrecht übereinander in der rechten Hälfte.
  7. Die schnellen Neutronen dürfen wieder wandern: markieren Sie sie, dann Animation hinzufügen, weitere Animationspfade, Diagonal nach unten rechts. Diese Animationspfade dann einzeln so bewegen, dass deren grüner Beginn an das rote Ende des vorigen Pfeiles für dasselbe Neutron zu liegen kommt. Wenn die Pfeile nach Mausbewegung "springen" sollten, bewegen Sie sie mit den Cursor-Tasten.
  8. Nun haben Sie alle Kenntnisse, um die Animation zu Ende zu bringen. Ergänzen Sie bei dieser Übung nur die schnellen (9) Neutronen. Zum Schluss:
  9. Verschieben Sie alle Formen in ihre endgültige Position, also: Xe und Sr hinter U, genauso die schnellen Neutronen. Verwenden Sie ggf. re Maustaste, in den Hintergrund. Passen Sie ggf. Pfadlängen und vor allem die Endorte an.
  10. Testen Sie über Vorschau das Erreichte.

5. Schritt: Freiwillige Erweiterung mit der Trigger-Funktion

  1. Lassen Sie die Legendeneinträge dann (z.B. rechts unten) erscheinen, wenn die entsprechende Form zuerst verwendet wird.
  2. Kopieren Sie die Folie und fertigen Sie eine Variante, bei der die einzelnen Schritte nicht synchron ablaufen, sondern zum besseren Verständnis per Mausklick eingeblendet werden. (Tipp: nur mit Start-Möglichkeiten spielen).
  3. Kopieren Sie die Folie und fertigen Sie eine Variante, bei der die Animation auf einen Mausklick an ganz bestimmter Stelle startet und beliebig oft wiederholt werden kann. (Tipp: auf erstes zu startendes Objekt Trigger-Funktion unter Erweiterte Animation, Anzeigedauer anwenden; siehe Musterfolie (Nr. 3). Zur Erinnerung: die Trigger-Aktion lässt sich in der Liste der Aktionen nicht bewegen - also bewegt man alle anderen.

6. Schritt: Mögliche Erweiterungen:

  1. Einfügen von Moderatormaterial zum Ausbau zum Kernreaktor. (Tipp: Spielen mit der Animationsgeschwindigkeit).
  2. Realisierung verschiedener Beispiele für Typen von Kernreaktionen (z.B. n,alpha;       n,gamma...)

Download des PowerPoint-Ergebnisses

E-Mail: Walter.Wagner ät uni-bayreuth.de