Stand: 18.07.19

 

System der Fachbegriffe
zur Didaktik der Chemie


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Quellen


Hinweise:

Das Lexikon umfasst zur Zeit über 330 Stichworte. Knapp die Hälfte sind mit "+" markiert und gehören zum Grundwissen in der Didaktik der Chemie der Universität Bayreuth. Das Lexikon gibt nicht mehr den Konsens aller Fachvertreter für Didaktik der Chemie in Bayern wider. Dennoch sollen sich alle Lehramtsstudierenden der Chemie von der Universität Bayreuth hierauf berufen. In dieser Form muss die Fachsprache in der Ausbildung und der Bearbeitung von Prüfungsaufgaben stets verwendet werden.

Zu den Autoren gehören Michael Anton, vormals LMU München, Robert Engel, U Regensburg, Jürgen Paul, U Bamberg und Walter Wagner, U Bayreuth.

Ein Begriff beinhaltet immer zwei Komponenten:

  1. den "offiziellen Teil", die Definition, d.h. die knappe Formulierung  dessen, was der Begriff sinnvollerweise bezeichnen soll; die Definition steht im Folgenden immer an erster Stelle; sowie
  2. den Bedeutungshintergrund, d.h. die Metainformation "zwischen den Zeilen". Diese ist wesentlich schwerer zu fassen und besitzt in unterschiedlichem Ausmaß den Charakter der persönlichen Auslegung. Diesem Teil wird dadurch Rechnung getragen, indem entweder eine Aufgliederung des Begriffes angeführt, ein treffendes Beispiel gegeben bzw. im Quellenverzeichnis "nach NN" angegeben wird. [22]

Meistens unterlegen wir mit Beispielen. Gelegentlich taucht eine dritte Komponente Visualisierung auf, wenn Zusammenhänge zwischen mehreren Begriffen beleuchtet werden müssen (und Zeit für die Realisierung war). In diesem Fall steckt eine meist animierte PowerPoint-Datei dahinter.

Existiert ein Begriff in mehreren synonymen Formen, so ist derjenige, auf dessen Gebrauch sich die Verfasser geeinigt haben, fett hervorgehoben. Im Text sind bedeutende Unterbegriffe ebenfalls fett gedruckt.

Dies Lexikon soll kein statisches System sein. Bei begründeten Einwänden finden Änderungen und zeitgemäße Interpretationen stets Eingang. Für Lernende bedeutet das, einen Ausdruck aus dem ersten Semester vor der Prüfung nach dem 9. Semester noch einmal zu erneuern. Begriffe werden mit der Zeit nicht falsch, sondern höchstens differenziert, aber dennoch vollständiger.

Herrn Prof. Hans Glöckel danken wir für die engagierte, pragmatische Mitarbeit.

Im Sommer 2009 wurden die bedeutendsten Begriffe ins Englische übersetzt - vielen Dank für die wertvolle Unterstützung durch Grace Hoskins, School of Education, University of Sheffield, UK. Beachten Sie bei Übersetzungen: viele deutsche Begriffe kann es auf Grund der andersartigen Struktur des britischen Bildungssystems nicht geben (z.B. die Differenzierung in Lehr- und Lernmittel); in diesen Fällen wurde vermerkt: GB: -. In anderen Fällen fehlt der Begriff auf Grund mangelnder Differenzierung, wie auch an vielen deutschen Universitäten. Mit ~ markiert werden ähnliche, aber nicht ganz identische Begriffe.

Interessant: Zitat

"Der fragend-entwickelnde Unterricht ist auch in anderen Ländern zu finden, aber kaum als dominantes Unterrichtsmuster... Wie kann man dies ändern? Die Aufgabe ist deshalb so schwierig, weil sie die Änderung von hoch automatisierten Routinen verlangt, auf denen die Handlungssicherheit von Lehrkräften beruht. Bürokratisch anzuordnen, ist hier nichts. Allen Sachkundigen ist klar, dass der letzte Schritt zur Professionalisierung des Lehrerberufs noch aussteht, mit dem das Hauptmerkmal einer Profession zur Geltung kommt, - nämlich die eigene Tätigkeit beobachtbar und reflektierbar zu machen. Dies bedarf der allmählichen Entwicklung einer Sprache, die es erlaubt, in nicht verletzender Weise über Unterricht - seine Vorbereitung, Durchführung und Evaluation - zu sprechen..." Baumert, J., Wo steht Deutschland im internationalen Bildungsvergleich? http://www.zeit.de/reden/Bildung_und_Kultur/baumert_bildung.html, 21.05.2002


    E-Mail an: Walter.Wagner ät uni-bayreuth.de