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13.01a

Experimente für den Chemieunterricht

Nachweise von Ammoniumsalzen im Deostift

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n

Zeitbedarf: 10 Minuten.
Kompetenz/Ziel: F: Ammoniumalaun in Körperpflegeprodukten. E: Ammoniumnachweis.
Material:
  • Porzellanschale d=7-10cm
  • 2 Schnappdeckelgläser 40mL
  • Pasteurpipette
  • Pipettenhütchen
  • Pulverspatel 8mm
  • Messer
  • pH-Papier
Chemikalien:
  • VE-Wasser
  • Rotkohlsaft
  • Murnauers Mineral DeoKristall (mit "Ammonium Alumen")
Vorbereitung: Mit dem Messer wird vom Deokristall über der Porzellanschale, soviel Substanz abgekratzt, dass sie zusammengeschoben ca. der Größe eines 5-Cent Stücks entspricht.
Durchführung1: Mit einer Spatelspitze der Substanz wird der Nachweis auf Ammonium-Kationen durchgeführt (siehe folgende Anleitung bzw. Link).
Ergebnis: Der Nachweis ist positiv, also befindet sich im Deodorant Ammonium.
Durchführung2: Das restliche Pulver wird ein Schnappdeckelglas umgefüllt. Dieses wird bis ca. zur Hälfte mit VE-Wasser gefüllt und dazu ca. halb so viel Rotkohlsaft wie Wasser gegeben. Zum Vergleich erzeugt man im zweiten Schnappdeckelglas dieselbe Verdünnung des Rotkohlsaftes als Blindprobe.
Beobachtung2: Wie im Bild zu sehen ist, verfärbt sich Rotkohlsaft gegenüber der Blindprobe ohne Alaun (links) hin zu bläulicheren Tönen (rechts).
Deutung2: Alaune sind Verbindungen der Formel MIMIII(SO4)2. Das einwertige Metall kann, wie in diesem Fall, auch ein Molekülkation wie Ammonium sein: NH4Al(SO4)2. Ursache für die Farbänderung ist die Bildung eines blauen Anthocyan-Aluminium-Komplexes.
Entsorgung: Ausguss E1
Quelle: Praxis der Naturwissenschaften - Chemie, 2004, Heft 8, S. 33, verändert
Hintergrund: Ammoniumalaun wird aus Kalialaun hergestellt und ist häufig noch mit diesem verunreinigt.
Diskussion: Wieso kann die Lösung leicht sauer reagieren, obwohl doch basischer Ammoniak entsteht?

© Walter.Wagner ät uni-bayreuth.de, Stand: 07.02.18

Didaktik der Chemie
Universität Bayreuth