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10.07

Experimente für den Chemieunterricht

Elektrolyse von Rotkohlsaft

S
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Zeitbedarf: 20 Minuten.
Kompetenz/Ziel: F: Wasserelektrolyse
E: Kombination von Elektrolyse und Säure-Base-Reaktion
Material:
  • 2 Krokodilklemmen
  • Labornetzgerät oder 9V-Blockbatterie
  • 2 Kabel BB (blau, rot)
  • Petrischale d=100mm
  • 2 Bleistiftminen 0,7mm (oder stärker)
Chemikalien:
  • Blau- oder Rotkrautsaft, auch aus dem Konservenglas

Durchführung1: Die Petrischale wird etwa 1cm hoch mit dem Rotkohlsaft gefüllt. Die beiden "Kohleelektroden" werden mit den Krokodilklemmen an den Kabeln befestigt und so in die Petrischale gelegt, dass sie sich nicht berühren und ihre Enden an entgegen gesetzten Stellen eintauchen. Dann wird (bei Netzteil) die Gleichspannung auf ca. 5V eingestellt.
Beobachtung 1: Kathode: Der Saft färbt sich blau, später sogar grün.
Anode: Der Saft färbt sich rot.
Deutung : An der Kathode entsteht aus dem Wasser Wasserstoff und gleichzeitig Hydroxid-Ionen, die  basisch wirken, die Anthocyane des Rotkohls färben sich blau (im schwach Basischen) oder grün (im stark Basischen).
An der Anode entsteht Sauerstoff, dabei werden  Oxonium-Ionen  gebildet, die den Blaukraut-Indikator nach Rot hin umfärben.
Entsorgung: Ausguss.
Quelle: Nach "Chemie, aber sicher", Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen.
Diskussion: Stellen Sie die Teilgleichungen für die Elektrolyse-Reaktionen auf.
"Chemie und Alltagschemikalien".
Hinweis: Der Versuch wirkt sehr gut als Projektionsversuch auf dem OHP.

 

© Walter.Wagner ät uni-bayreuth.de, Stand: 07.02.18

Didaktik der Chemie
Universität Bayreuth