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07.04

Experimente für den Chemieunterricht

Springbrunnenversuch

L S
 n

Zeitbedarf: 10 Minuten.
Kompetenz/Ziel: F: Lösungsvermögen von Gasen in Wasser.
E: Dissoziation von Basen in Wasser.
Material 1:
  • dickwandige Wasch-flasche oder Rundkolben
  • Gummistopfen
  • Spritzdüse
  • pneumatische Wanne
  • Stativ, Muffe, Klammer
Material 2:
  • Spritze 20mL (mit Gummidichtung, z.B. Omnifix/BRAUN)
  • Stopfen B mit Kanüle 0,6*60mm
  • Becherglas 50mL
  • 1 RG d=10mm
Chemikalien:
  • VE-Wasser
 
  • Ammoniak (g)
    CAS-Nr.: 7664-41-7
    H221, H280, H331, H314, H400
    EUH071
    P210, P260, P280, P273, P304+P340, P303+P361+P353, P305+P351+P338, P315, P377, P381, P405, P403


Gefahr

  • Phenolphthalein-Lösung ethanolisch (Indikator)
    w=1%

Gefahr
Durchführung1:


Traditioneller Aufbau im Makro-Maßstab: L
In den trockenen Zylinder einer Waschflasche leitet man Ammoniakgas ein und verschließt mit einem durchbohrten Stopfen, in dem eine kleine Glasdüse mit der Spitze nach innen steckt. Dann stößt man den Zylinder mit der Öffnung des Glasröhrchens in eine genügend tiefe, mit Wasser gefüllte Glaswanne.

Durchführung2:

Alternativer Aufbau mit Spritzen nach V. Obendrauf, Halbmikro-Maßstab: S
In das trockene Reagenzglas leitet man Ammoniakgas ein, hergestellt nach V_NH3 und verschließt mit Stopfen B. Im Becherglas werden ca. 30mL Wasser mit 5 Tr. Phenolphthaleinlösung versetzt und daraus die 20mL-Spritze gefüllt. Diese Spritze auf die Kanüle Stopfen B aufsetzen. Die Reaktion startet, sobald einige Tropfen Wasser eingespritzt wurden.

Leichtgängige Spritzen verwenden! (Gummilippen mit Siliconöl).

Beobachtung: Wasser spritzt in das Gefäß von selber hinein.
Deutung: NH3(g) + aq --> NH3(aq)
NH3(g) löst sich sehr gut in Wasser (1142 Liter Gas je Liter Wasser bei 0°C) (HCl(g): 525 Liter!).
Entsorgung: E1.
Quelle: Schulbücher (1) bzw. V. Obendrauf (2) in Chemie & Schule, 2001.
Diskussion: Variante mit HCl(g).

 

© Walter.Wagner ät uni-bayreuth.de, Stand: 07.02.18

Didaktik der Chemie
Universität Bayreuth