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06.08

Experimente für den Chemieunterricht

Ein Metall schmelzen

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Zeitbedarf: 10 Minuten.
Kompetenz/Ziel: F: Schmelzpunkte ausgewählter Metalle
B: Korrektur von Fehlvorstellungen, Notwendigkeit genauer Angaben zu physikalischen Eigenschaften.
Einführung: Wie sieht eine Metallschmelze aus ?
Wer möchte eine Metallschmelze in die Hand nehmen?
Chemikalien:
  • Gallium, ca. 2g eingeschweißt in PE-Folie
Durchführung: Die Gallium-Portion wird mit der Hand fest umschlossen.
Beobachtung: Nach ca. 5 Minuten (bei nicht zu kalten Händen) ist eine Schmelze entstanden. Sie ist nicht rot- oder weißglühend, sondern hat den metallischen Glanz behalten.
Deutung: Es gibt Metalle mit sehr niedrigem Schmelzpunkt: Smp(Ga)=30°C, Smp(Hg)=-39°C.
Entsorgung: Erkalten lassen und wieder verwenden. Hände waschen!
Quelle: Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth.
Didaktische Hinweise: Vom Verhalten von Eisen und Stahl schließen wir auf "normale" Metalleigenschaften: Glühen der Schmelze, allmähliches Erweichen. Dies führt oft zu falschen Ergebnissen, obwohl Gegenbeispiele durchaus bekannt sind:
  • Quecksilber im Thermometer ist eine Schmelze,
  • Bleischmelzen sind vom Neujahrsbrauch bekannt,
  • Zinn- oder Zinkbäder kann man gelegentlich sehen.

Typisch ist eher das plötzliche Schmelzen (scharfer Schmelzpunkt, da Reinstoff) und das Beibehalten des metallischen Glanzes (nicht so z.B. bei Kupfer, Silber und Gold: diese glühen, schmelzen aber auch plötzlich).

  

© Walter.Wagner ät uni-bayreuth.de, Stand: 07.02.18

Didaktik der Chemie
Universität Bayreuth