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05.09

Experimente für den Chemieunterricht

Mehlstaub-Explosion

L S
1

Zeitbedarf: 5 Minuten.
Kompetenz/Ziel: F: Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit von der Oberfläche, Zerteilungsgrad. B:Feuergefährlichkeit von Stäuben; Unfallgefahren;
Material:
  • Feuerzeug
  • Experimentiersatz Plexiglas-Silo *
Chemikalien:
  • Stärke, ggf. rieselfähig
  • eventuell Bärlappsporen
Vorbereitung: Stärke über Nacht bei 100°C im Trockenschrank vortrocknen.
Durchführung:

Einen Spatel Stärke an die Stelle wie in der Skizze bezeichnet bringen. Wichtig:1. Trichterrand und Kerzenflamme müssen auf gleicher Höhe sein.2. Stärke kann ruhig durch den Trichter in den Schlauch rutschen (ggf. rütteln!).3. Deckel fest aufsetzen.4. Kräftig und stoßartig Handpumpe drücken. Mund geöffnet halten, um Druckausgleich in den Ohren zu gewährleisten !!!

(Bild: Hedinger)

Beobachtung: Stärke verbrennt explosionsartig.
Deutung: Die hohe Kontaktfläche zum Sauerstoff der Luft in Verbindung mit der exothermen Reaktion führt zu schlagartiger Freisetzung von Wärme an die umgebende Luft. Diese dehnt sich aus. Zusammen mit den Verbrennungsgasen CO2 und H2O(g) führt das zur Explosion.
Entsorgung:  -
Quelle: * z.B. http://80.157.135.104/ItemDetail_NAV.aspx?ItemID=PM%20400
Did. Hinweis: Der Versuch funktioniert auch mit Kaffeeweißer, mit Bärlappsporen besser und sicherer, ist dann aber von den Sachbezügen weiter weg bzw. auch weniger überraschend.
Diskussion: Unfälle in Mühlen, Sägemühlen, Schleifereien und Kohlebergwerken.
WWW: http://www.seilnacht.tuttlingen.com/versuche/expbrand.html - enthält einen Film zu einer Variante des Versuchs Mehlstaubexplosion
http://www.quarks.de/explosionsgefahr/05.htm - Bilder und Realinfo

 

© Walter.Wagner ät uni-bayreuth.de, Stand: 07.02.18

Didaktik der Chemie
Universität Bayreuth