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03.13a

Experimente für den Chemieunterricht

Wasser als Lösemittel

Lehrer
n

Zeitbedarf: 2 Minuten.
Kompetenz/Ziel: E: Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit vom Aggregatzustand
Material:
  • Reagenzglas d=18mm
  • Reagenzglasgestell
  • Pulverspatel
  • VE-Wasser (Spritzflasche)
  • Wischpapier
Chemikalien:
  • Natriumsulfid
    CAS-Nr.: 27610-45-3
    H290, H301, H311, H314, H318, H400,
    EUH031, EUH071
    P280, P301+P330+P331, P303+P361+P353, P305+P351+P338, P310

Gefahr
  • Antimon(III)-chlorid
    CAS-Nr.: 10025-91-9
    H314; H411
    P273, P301+P330+P331, P305+P351+P338, P309+P310

Gefahr
Durchführung1: Jeweils große Spatelspitzen Natriumsulfid und Antimonchlorid im Reagenzglas trocken mischen. Spatel mit Papier gleich sauber wischen.
Beobachtung1: Keine Veränderung erkennbar.
Durchführung2: Ca. 10mL Wasser aus der Spritzflasche kräftig einspritzen (erspart das Rühren).
Beobachtung2: Sofort entsteht ein kräftig orange gefärbtes Produkt.
Deutung: In Lösung (beide Edukte sind Salze) erhalten die möglichen Reaktionspartner viel besseren Kontakt, so dass die Reaktion schneller ablaufen kann.

3Na2S (s) + 2 SbCl3 (s) + aq --> Sb2S3 + 6Na+(aq) + 6Cl-(aq)

Entsorgung: E8.
Quelle: Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth.
Hintergrund: Na2S (s) + SbCl3 (s) --> sehr langsam, da geringe Kontaktfläche
2Na+(aq) + S2-(aq) + Sb3+(aq) + 3Cl-(aq) --> schnell, da größtmögliche Kontaktfläche.
Did. Hinweise: Beide Edukte sehen "weiß" (SbCl3 farblos) aus, das Produkt ist kräftig orange gefärbt. Die chemische Veränderung ist gut sichtbar und würde das Produkt auch dann sichtbar machen, wenn es in Trockensubstanz (in der beobachteten Zeit) in nennenswertem Umfang entstehen würde.

Teilchen-Vorstellung: in Lösung herrscht bessere Verteilung.

© Walter.Wagner ät uni-bayreuth.de, Stand: 07.02.18

Didaktik der Chemie
Universität Bayreuth